Körperliche Vorraussetzungen

Alle Treks unter 4000 Metern sind erklimmbar für Trekker mit normaler bzw. durchschnittlicher Fitness. Für Treks, die über 4000m gehen, empfehlen wir, sich einige Monate vorher etwas ‚extra-Fitness‘ anzutrainieren, um Lunge und Körpers auf die Himalaya Tour vorzubereiten.

Die durchschnittliche Wanderzeit beträgt 6 Stunden pro Tag.

Für Wanderer über 45 Jahre jung empfehlen wir eine generelle medizinische Untersuchung vor dem Trek durchführen zu lassen.

Impfungen

Für Nepal sind keine Impfungen gesetzlich für die Einreise vorgeschrieben. Empfohlen sind jedoch die folgenden Impfungen: Hepatitis A + B, Typhus, Tetanus, Polio, Meningitis, Tollwut, Japanische Enzephalitis. Bitte besprechen Sie sich mit Ihrem Hausarzt, wenn Sie sich unsicher sind.

Höhenkrankheit

URSACHE:

Die Höhenkrankheit ist die Folge der Unterversorgung des Gehirns und anderer Körpergewebe mit Sauerstoff und die dadurch ausgelösten Kompensationsmechanismen (z.B. respiratorische Alkalose). Sie kann bereits in Höhenlagen ab 2.500 m auftreten.

RISIKOFAKTOREN:

Bei gesunden Erwachsenen sind keine prädisponierenden Faktoren bekannt. Das heißt, das Erkrankungsrisiko ist bei Rauchern gleich groß, wie bei Nichtrauchern, bei Untrainierten gleich wie bei Trainierten und auch bei älteren Menschen gleich groß, wie bei Jugendlichen. Lediglich Kinder sind angeblich etwas anfälliger. Jemand, der einmal höhenkrank war, wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder an Höhenkrankheit leiden.

AUSLÖSEND:

sind "höhentaktische Fehler" wie z.B.:

DAS KRANKHEITSBILD:

Die Symptome der Höhenkrankheit sind je nach Schweregrad verschieden. Sie müssen sorgfältig beobachtet werden, weil sie für die Beurteilung der Gefährlichkeit des Zustandsbildes und vor allem für die zu treffenden Maßnahmen von größter Bedeutung sind

  1. Frühzeichen:
    • Kopfschmerz
    • Übelkeit
    • Appetitlosigkeit
    • Leistungsabfall
    • Wasseransammlungen unter der Haut (Oedeme)
    • Ruhepuls um mehr als 20% beschleunigt
    • grundlose Hochstimmung (Euphorie)
  2. Warnzeichen:
    • Konstante, schwere Kopfschmerzen
    • schwere Übelkeit, Erbrechen
    • rapider Leistungsabfall
    • Atemnot in Ruhe
    • Herzjagen
    • Schlaflosigkeit
    • trockener Husten
    • Schwindel, Gangunsicherheit
    • Benommenheit
    • Ausscheidung von dunklem Harn und
    • reduzierte Harnmenge (< 1/2 l/Tag)
  3. Alarmsymptome:
    • Verwirrtheit
    • schwere Atemnot in Ruhe
    • unstillbarer Husten mit braunem Auswurf
    • rasselnde Atmung
    • bläuliche Verfärbung der Lippen
    • fehlende Harnproduktion

MAßNAHMEN:

Bei Frühzeichen:
Weiteren Aufstieg abbrechen und eine Nachtruhe abwarten. Sind die Symptome der Höhenkrankheit am nächsten Morgen verschwunden, kann der Aufstieg langsam fortgesetzt werden. Die mit "normalen" Schmerzmitteln kaum beeinflußbaren Kopfschmerzen der Höhenkrankheit können mit Ibuprofen 600 mg beherrscht werden.

Bei Warnzeichen:
Der sofortige Abstieg ist eine unabdingbare Notwendigkeit. Ein Warten auf gleicher Höhe ist gefährlich, auch dann, wenn es nur zum Zweck der Übernachtung geschieht. Wenn möglich, ist sogar der nächtliche Abstieg vorzuziehen; wegen häufiger psychischer Beeinträchtigung des Betroffenen aber niemals ohne Begleitung!

Bei Alarmzeichen:
Es besteht akute Lebensgefahr. Der möglichst sofortige Abstieg oder (besser) Abtransport des Patienten - und sei es nur um einige hundert Höhenmeter tiefer - ist die wichtigste Hilfe und hat, wenn nur irgendwie möglich, vor allen anderen Behandlungsmaßnahmen absolute Priorität. Als Ergänzung (oder als Überbrückung, falls ein sofortiger Abtransport z.B. witterungsbedingt ausgeschlossen ist), muß versucht werden, den Zustand des Höhenkranken vor Ort zu stabilisieren.

  1. Sauerstoffbeatmung aus mitgeführten Flaschen mit Manometer und Flußmesser. Für 12 Stunden Beatmung werden etwa 3.000 l benötigt.
  2. Verbesserung des Sauerstoffangebotes und Verminderung des Sauerstoffbedarfs der Gewebe z.B. mit Nifedipin (Adalat-Retard Kapseln)
  3. Behandlung des Hirn- und/oder Lungenoedems z.B. mit Dexamethason (Fortecortin-Tabletten)
  4. Für den Abtransport "hyperbare Kammer", das ist ein mit Handpumpe aufblasbarer Rettungssack, in welchen der Patient gelegt wird. Die Kammer ist teuer und schwer! Sie ist zu beziehen von

CERTEC, F 69210 SOURCIEUX LES MINES, Frankreich

Quelle: http://www.tropeninstitut.at/hoehenkrankheit.htm